Mit dem Modern Warfare 4 Reveal hat Infinity Ward auf einem Presse-Event in Los Angeles erstmals den Multiplayer spielbar gemacht und gleichzeitig Kampagne sowie die Rückkehr von DMZ angeteasert. Der Tenor aus den ersten Hands-on-Berichten ist klar: Das Studio dreht das Tempo runter und stellt das Gunplay in den Mittelpunkt. Release ist der 23. Oktober 2026 für PS5, Xbox Series X|S, PC und Switch 2.

Langsameres Movement, weg vom Black-Ops-Stil

Nach zwei Jahren Black Ops fühlt sich das Movement in Modern Warfare 4 spürbar bodenständiger an. Sliding und Mantling wurden überarbeitet, aber die Grundausrichtung ist eindeutig Boots-on-the-Ground statt Floaty-Arcade. Tester berichten, dass trotzdem noch Leute Wall-Jumps und sogar Bunny-Hopping versucht haben — die Waffenbalance und neue dynamische Lean-Mechaniken fangen das aber gut ab. Wer die letzten Jahre mit dem schnellen, akrobatischen Black-Ops-Flow nichts anfangen konnte, dürfte hier deutlich mehr Anschluss finden.

Ballistic Authority: kein Bloom, kein Raten

Das technische Kernstück heißt Ballistic Authority, ein Waffen-zentriertes System aus Präzisionszielen, physischem Waffenhandling, realistischer Audio-Ausbreitung und besserer Sichtbarkeit. Infinity Wards Ansage dazu ist knapp: kein Bloom, kein Raten, keine Zweifel. Konkret bedeutet das die komplette Entfernung von Hipfire-Bloom — kein zufälliger Streuradius mehr, Schüsse landen dort, wo gezielt wird. Das macht Duelle vorhersehbarer und belohnt sauberes Zielen statt Glück.

Dazu kommen die neuen Apex Attachments als finale Waffen-Unlocks, die das Verhalten teils drastisch verändern: Ein Sniper kann Klingen verschießen, eine Shotgun explosive Munition bekommen. Das Waffenfeedback selbst wird in mehreren Previews als eines der größten Highlights genannt — Waffen fühlen sich schwer und wuchtig an, ohne träge zu wirken.

12 Maps, 12 Modi und die DMZ-Rückkehr

Zum Launch sind 12 Maps und 12 Spielmodi bestätigt — ein solider Umfang. In den Hands-on-Sessions waren unter anderem Domination, Team Deathmatch, 10v10 Gunfight und ein neuer Modus namens VIP Inflation spielbar, der trotz gimmickig klingender Beschreibung positiv überraschte. Dazu kehrt DMZ zurück, das im Reveal aber nur in einem Hands-off-Briefing gezeigt wurde. Klassisches Prestige ist ebenfalls wieder mit an Bord.

Einschätzung

Die Previews stammen aus rund 90 Minuten Spielzeit — für ein abschließendes Urteil viel zu wenig. Auffällig ist trotzdem, wie konsistent positiv der Grundton ausfällt, gerade von Testern, die zuletzt CoD-müde waren. Die Rückkehr zu langsamerem Gameplay und ein Gunplay, das Können über Zufall stellt, klingt nach einer bewussten Korrektur. Ob das über eine Demo hinaus trägt, zeigt sich erst nach der Beta — der erste Eindruck sitzt aber.

Siehe auch: https://www.ign.com/articles/call-of-duty-modern-warfare-4-preview-multiplayer-first-impressions